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Sonnenbrand – wie schütze ich mich richtig?

Bild: © Mammut Vision - Fotolia.com

Sommer, Sonne, Badetemperaturen und vielleicht noch Urlaub? In den nächsten Monaten zieht es uns ins Freie – auf der Liegewiese, im Schwimmbad und am Strand tanken wir Licht und Sonne für die nächste kalte, graue Jahreszeit.

Die Sommerfreuden werden nach kurzer Zeit allerdings oft durch einen Sonnenbrand getrübt. Wer sich allzu lange in der prallen Sonne „grillen“ lässt, riskiert damit auch Fieber und/oder größere Schäden an der Haut.

Dabei lässt sich ein Sonnenbrand sehr gut vermeiden – moderne Cremes und Lichtschutzmittel sind dabei ideale Helfer.

 

Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Der Sonnenbrand – in der medizinischen Terminologie „Dermatitis solaris“ – ist eine akute Hautentzündung, die durch zu lange Einwirkung der UV-Strahlen des Sonnenlichts entsteht. Welche UV-Dosis verträglich ist, hängt vom individuellen Hauttyp ab: Sehr hellhäutige Menschen vertragen oft nur Sonnenbäder von zehn bis 20 Minuten ohne „Folgeschäden“. Brünette oder mediterrane Typen können sich bis zu einer Stunde ungefährdet sonnen. Durch Sonnenschutzmittel können die „Karenzzeiten“ jeweils verlängert werden.

Auf kleine Dosen von UV-Licht reagiert der Körper zunächst mit der verstärkten Bildung von Pigmenten – wir bräunen, was uns in der Regel freut. Das in die obere Hautschicht eingelagerte Melanin bindet einen Teil der Strahlung. Gleichzeitig beschleunigt die Sonneneinwirkung die Zellteilung in der Haut, die sogenannte „Lichtschwiele“ erhöht zunächst ebenfalls den körpereigenen Lichtschutzfaktor. Erst nach Überschreiten der individuellen Sonnenresistenz erreichen die UV-Strahlen tiefere Hautregionen und regen dort die Bildung entzündungsfördernder Substanzen – der Prostaglandine – an, die den Sonnenbrand erzeugen. Die UV-A- und UV-B-Strahlen des Sonnenlichts fördern außerdem die Produktion freier Radikale, die auf lange Sicht/mit jedem Sonnenbrand das Hautkrebs-Risiko erhöhen. Daneben treiben häufige Sonnenbrände die Hautalterung in hohem Maß voran.

Optimale Sommerpflege gegen Sonnenbrand und für tolle Haut

Welche Sonnencreme persönlich optimal ist, hängt von der persönlichen Konstitution sowie vom Hauttyp ab. Hautärzte empfehlen nicht nur für den Strand, sondern auch im Sommer-Alltag die tägliche Verwendung eines Sonnenschutzes – unter anderem deshalb, weil wir nach der gewohnten Sonnenabstinenz oft sehr heftig auf die Sonnenstrahlung reagieren. Als tägliche Sommerpflege gegen Sonnenbrand und für entspannte, jugendliche Haut eignen sich leichte Tagescreme mit einem Lichtschutzfaktor zwischen 12 und 16.

Für die Auswahl der richtigen Sonnencreme für längere Aktivitäten im Freien gibt es eine simple Formel: Dabei wird die optimale Dauer eines Sonnenbades durch Multiplikation der Eigenschutz-Zeit mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) der Lotion ermittelt. Das Ergebnis gibt Auskunft, wann das Sonnenbad beendet werden oder eine neue Creme-Session folgen muss – als Beispiel: Aus einer Eigenschutz-Zeit von 15 Minuten und einer LSF-20-Creme ergibt sich eine geschützte Zeit von 300 Minuten. Experten meinen allerdings, dass Sonnenhungrige hierbei nicht ganz ans Limit gehen sollten.

Wichtig ist die richtige „Creme-Technik“. Meist verwenden wir unsere Sonnencremes erst, wenn wir bereits in der Sonne liegen – Experten sagen, dass die Eigenschutz-Zeit der Haut zu diesem Zeitpunkt schon deutlich kürzer ist und empfehlen das Auftragen des Sonnenschutzes mindestens 15 Minuten vor Beginn des Sonnenbades. Am Strand sind wasserfeste Cremes nötig. Besonders wichtig ist, mit dem Sonnenschutzmittel nicht zu sparen: Für einen optimalen Sonnenschutz müssen pro Quadratzentimeter Haut mindestens zwei Milligramm Creme aufgetragen werden – eine Flasche oder Tube Sonnencreme ist damit in der Regel nach drei bis fünf Anwendungen aufgebraucht. Falls der Sonnenbrand bereits ausgebrochen ist, helfen nur noch Sonnenabstinenz sowie entzündungshemmende und kühlende Mittel.

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