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Elie Saab

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Der libanesische Designer Elie Saab hat einmal gesagt, dass er zwei große Lieben habe: die Frauen und das Licht. Frauen „in all ihren Nuancen“, ihrem Charakter, ihrer Art sich auszudrücken, sich zu bewegen sind für ihn die „unerschöpflichen Inspirationsquellen“ seiner Kreationen. Die Haute-Couture-Roben aus seinem Atelier mit ihren fließenden Konturen, zarten Spitzenstoffen, Layerings und elaborierten Stickereien verwandeln ihre Trägerinnen in strahlend schöne Stil-Ikonen. Gerade dieses Strahlen ist von Elie Saab gewollt und kunstvoll inszeniert – nach eigener Aussage ist Licht das „wichtigste Element“ all seiner Kollektionen. Auch sein erster Duft – zehn Jahre nach der Gründung seines Couture-Labels publiziert – trägt den Namen „Nour“ (arabisch: Licht) und soll all das ausdrücken, wofür auch Elie Saabs Mode steht: mediterrane Leichtigkeit, Femininität und Eleganz – und ein immanentes Strahlen.

Geboren wurde Elie Saab am 4. Juli 1964 in Beirut. Der Sohn maronitisch-katholischer Eltern wusste früh, dass er sein Lebenswerk der Mode widmen wollte. Er beschäftigte sich schon als Kind mit Modezeichnungen und Schnittentwürfen, kleidete mit seinen Eigen-Kreationen bald seine beiden Schwestern sowie die Nachbarinnen ein und begann 1981 ein Modestudium in Paris. Elie Saab ging allerdings schon ein Jahr später – auf dem Höhepunkt des Bürgerkriegs im Libanon – nach Beirut zurück und gründete dort sein erstes eigenes Label „Beirut Based Fashion“.

Pariser Haute Couture mit tiefen Wurzeln in Beirut

Elie Saabs internationaler Durchbruch als Designer begann in Italien. 1997 präsentierte er in Rom seine erste Kollektion außerhalb des Libanons, im gleichen Jahr wurde er das erste ausländische Mitglied der italienischen „Camera Nazionale della Moda“. Ab 1998 zeigte er seine Kollektionen zur Milano Fashion Week. Der ganz große Erfolg kam 2002 mit einer burgunderfarbenen Abendrobe, welche die US-Schauspielerin Halle Berry zur Oscar-Gala trug – die Konstellation erscheint im Rückblick spannend: Berry war die erste Afroamerikanerin, die – für ihre Rolle der Letizia Musgrove in „Monster´s Ball“ einen Academy Award erhielt, mit der Wahl des Kleides katapultierte sie den bisher eher unbekannten Libanesen auf den Haute-Couture-Olymp.

Im Mai 2003 nahm die Pariser „Chambre Syndicale de la Haute Couture“ Elie Saab als Mitglied auf, seine erste Haute-Couture-Kollektion präsentierte er im Juli 2003. Seit dem Frühjahr 2006 zeigt er auch seine Prêt-a-Porter-Kollektionen in der Seine-Stadt.

Elie Saab unterhält heute Ateliers in Paris, Mailand und Beirut. Seiner Heimatstadt und seinen Wurzeln ist der Designer immer treu geblieben. Auch sein Haute-Couture-Atelier eröffnete er nicht wie üblich in Paris sondern im Herzen von Beirut. Das auch architektonisch interessante, hypermoderne Saab-Gebäude mit Haute-Couture-Salon und Flagship-Store sieht er als symbolisch für Beirut als Brücke zwischen Orient und Okzident sowie den fulminanten Aufschwung seiner Stadt in den Nachkriegsjahren.

Kreationen für Royals und Celebrities

Unter dem Label „Elie Saab“ erscheinen jährlich zwei Haute-Couture- sowie Ready-to-wear-Kollektionen. Außerdem gibt es Accessoires und den Duft „Elie Saab Le Parfum“. Couture von Elie Saab ist prädestiniert für den Auftritt von Royals – seine Kreationen trugen unter anderem Königin Rania von Jordanien und die schwedische Kronprinzessin Victoria. Die Liste seiner Kundinnen in der Glamour-Welt von Medien und Film liest sich mit Namen wie Angelina Jolie, Catherine Zeta-Jones, Celine Dion oder Christina Aguilera wie ein „Who is who“ der größten internationalen Stars.

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