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Diane von Furstenberg

Bild: wikipedia.org / David Shankbone

Die Karriere der US-amerikanischen Designerin Diane von Furstenberg wirkt wie eine Verkörperung des „American Dream“. Ende der 1960er Jahre hatten sich Diane und ihr frisch angetrauter Ehemann Prinz Egon von Fürstenberg für ein Leben in New York entschieden. Mit einem Startkapital von 30.000 US-Dollar gründete die junge Frau 1970 ihr erstes Mode-Label „Diane von Furstenberg“ und wurde damit bald zu einer der angesagtesten Designerinnen der 1970er Jahre. Ihre Fashion-Credibility überstand sogar den Verkauf der Marke und eine lange Auszeit in den 1980er und 1990er Jahren. 1997 feierte sie – ebenfalls in New York – ihr Comeback in der Mode-Szene. Ihr zweites Label „DVF“ ist heute ein modernes Lifestyle-Unternehmen, das neben exklusiven Mode-Kollektionen auch Beauty-Produkte, Parfüms und Accessoires vertreibt.

Geboren wurde Diane von Furstenberg als Diane Simone Michelle Halfin am 31. Dezember 1946 in Brüssel. Ihr Vater Leon Halfin war 1929 aus dem heutigen Moldawien nach Belgien eingewandert, die Weltkriegsjahre überstand er in der Schweiz. Dianes Mutter Liliane Nahmias zählte zu den Überlebenden des Holocaust. Diane Halfin studierte Spanisch und Betriebswirtschaft in Madrid und Genf. Durch die recht kurze Ehe mit Prinz Egon wurde sie selber zur Prinzessin, darf den Titel jedoch nach ihrer Hochzeit mit dem US-amerikanischen Medien-Tycoon Barry Diller im Jahr 2001 nicht mehr führen. 2002 erwarb Diane von Furstenberg die Staatsbürgerschaft der USA. Ihr Studio im New Yorker Meatpacking Distrikt ist eines der Zentren der Fashion-Szene des „Big Apple“, seit 2006 ist sie außerdem die Präsidentin des „Council of Fashion Designers of America“ (CFDA).

„Wrap Dress“ – Symbol für Emanzipation und feminine Eleganz

Ihren internationalen Durchbruch als Designerin schaffte Diane von Furstenberg 1973 mit dem sogenannten „Wrap Dress“, einem losen Wickelkleid mit Taillenschlaufe. Das raffinierte Kleidungsstück wurde bald zu einem modischen Symbol für Emanzipation und feminine Eleganz in einer nicht patriarchalen Welt und stand damit für eines der sozialen Paradigmen der 1970er Jahre. Ikonisch ist das Kleid bis heute – Diane von Furstenberg liefert in ihren Kollektionen immer wieder neue Interpretationen. Auch ihr Comeback in den 1990er Jahren startete sie angeblich unter anderem deshalb, weil ihre Tochter ihr erzählte, dass auch die nächsten Generationen junger Frauen ihr „Wrap Dress“ liebten und in Vintage-Läden danach suchten.

Der „Wrap Dress“ selbst kam längst zu musealen Ehren. Das New Yorker Metropolitan Museum of Art präsentiert ein Exemplar, 2009 präsentierte der angesehene US-amerikanische Mode-Journalist und Verleger André Leon Talley in Moskau unter dem Titel „Diane von Furstenberg: Journey of a Dress“ eine umfassende Werkschau der Designerin. Mit ihrer Kreativität inspirierte Diane von Furstenberg übrigens auch andere Künstler, darunter Helmut Newton und die Pop-Art-Ikone Andy Warhol.

Kreationen für Celebrities und soziales Engagement

In den USA wird Diane von Furstenberg auch für ihren großen kommerziellen Erfolg gewürdigt. Ihre sehr urbanen und individuellen Kreationen für „DVF“ werden von globalen Celebrities wie Madonna getragen. Die zweifache Mutter und vierfache Großmutter widmet sich heute nicht der Arbeit für ihr Label und die CFDA, sondern engagiert sich mit der Diller-von Furstenberg-Familienstiftung sowie als Vorsitzende der Frauen- und Non-Profit-Organisation „Vital Voices“ für soziale Projekte und insbesondere Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten für begabte junge Frauen.

Mit ihrem Lebenswerk ist Diane von Furstenberg einem sehr früh gefassten Grundsatz treu geblieben: „In der Minute, in der ich wusste, dass ich Egons Frau werden würde, entschied ich mich dafür, eine Karriere zu haben. Ich wollte selbst jemand sein, nicht nur ein kleines Mädchen, das nach dem Dessert geheiratet hat.“ Geschafft hat sie nicht nur irgendeine, sondern eine sehr große Karriere.

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