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Tom Ford

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Der US-amerikanische Designer und Filmregisseur Tom Ford gilt als das Marketing-Talent unter den Star-Designern – in seiner Karriere inszenierte er nicht nur seine Kreationen, sondern auch sich selbst als unverwechselbare und exklusive Marke. Geboren wurde Thomas Carlyle Ford am 27. August 1961 in Austin/Texas als Sohn des Immobilienmakler-Paares Tom Ford und Shirley Burton. Im Rückblick erscheint ein Geburtstagswunsch des 12-jährigen Tom Ford Junior fast als unbewusste Weichenstellung für seine spätere Karriere – es ging dabei um ein paar sündhaft teure Gucci Loafers. Vor dem Star-Ruhm als Gucci-Kreativdirektor lagen allerdings nicht nur Lehr- und Studienjahre, sondern auch Orientierungszeiten in anderen Disziplinen.

Graduierung als Innenarchitekt

Nach dem High-School-Abschluss schrieb sich Tom Ford zunächst an der New York University für das Fach Kunstgeschichte ein, fand diese Wahl jedoch bereits nach einem Jahr zu theorielastig und trocken. Stattdessen begann er eine kleinere – und sehr erfolgreiche – Karriere als Darsteller in TV-Werbespots, studierte Innenarchitektur an der New Yorker „Parsons The New School of Design“ und wurde zu einer festen Größe in der Clubbing-Szene rund um das berühmte „Studio 54“ – letzteres blieb nicht ohne Einfluss auf seine spätere Handschrift als Designer. Als Praktikant im Pariser Pressebüro von Chloé kam er in Berührung mit der Modebranche. In seinem letzten Parsons-Jahr studierte er daraufhin auch Mode-Design, graduierte jedoch als Innenarchitekt – was ihn nicht hinderte, sich bei der Suche nach seinem ersten Job als Fashion-Experte zu positionieren.

Nach vier Jahren in der US-amerikanischen Modeindustrie – beim Sportswear-Label der Designerin Cathy Hardwick und später bei „Perry Ellis“ – stellte Tom Ford die Weichen für seine Karriere völlig neu. Der „New York Times“ sagte er später darüber, dass ihm klar wurde, dass er nach Europa gehen musste, wenn er ein wirklich guter Designer werden wollte. Im Gegensatz zum alten Kontinent sei in den USA „zu viel Stil“ verpönt.

Erfolge als Designer für Gucci und YSL

Seit 1990 arbeitete Tom Ford als Chef der Damen-Linie für Gucci. Das Mailänder Modehaus war damals am Tiefpunkt seines Marken-Images angekommen – Guccis Kreativdirektorin Dawn Mello stellte den noch völlig unbekannten Amerikaner nicht zuletzt deshalb ein, weil sich für den Job kaum ein anderer Kreativer interessierte. Seinen eigentlichen Durchbruch erlebte er allerdings erst Mitte der 1990er Jahre – nach einem Managementwechsel bei Gucci und der Beförderung zum Kreativdirektor durch den neuen CEO Domenico De Sole. Innerhalb weniger Jahre realisierte er seine avantgardistische Fashion-Vision für Gucci und machte das marode Haus mit glamourösen Kollektionen, neuen modernen Kampagnen sowie Style- und Fotokünstlern wie Carine Roitfeld und Mario Testino zu dem Luxus-Label, das es heute ist.

Das Duo Ford/De Sole initiierte auch die Übernahme des Labels durch den französischen Luxuskonzern PPR – gegen einen Übernahmeversuch der LVMH Bernard Arnaults. Nach dem Zukauf der ebenfalls angeschlagenen Luxus-Marke YSL war Tom Ford der mit zahlreichen Fashion-Preisen geehrte Kreativ-Chef beider Modehäuser, trennte sich jedoch 2004 – wieder zusammen mit De Sole – von PRR wegen künstlerischer Differenzen.

TOM FORD – die „Luxus-Marke des 21. Jahrhunderts“

2005 gründete der Design-Star sein eigenes Label TOM FORD – mit De Sole als Joint Venture-Partner und CEO. 2007 eröffnete er den ersten TOM FORD Flagship Store an der New Yorker Madison Avenue, inzwischen gibt es ein metropolitanes Boutiquen-Netzwerk an 21 Standorten. Dem Label wird nachgesagt, Tom Ford habe damit die Luxus-Marke des 21. Jahrhunderts entworfen – glamourös-urban, avantgardistisch und natürlich flankiert von Accessoires, Düften und – in Zusammenarbeit mit Esteé Lauder – einer Beauty-Linie.

Seit 2005 ist Tom Form mit seiner Produktionsfirma „Fade to Black“ auch im Filmgeschäft aktiv. 2009 gab er mit dem Spielfilm „A Single Man“ ein – ebenfalls vielfach preisgekröntes – Debüt als Regisseur und Co-Autor des Drehbuchs.

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